Warum navigieren     Grundlagen zur UW-Nawigation •  Kompassbedienung
 
 Home
 Scuba-Diving
 Tom's Chiliwelt
 über mich
 Bilder
 Gästebuch
 Impressum

 

 

 

 

 


 

  Wo geht's denn hier zum Strand??

Grundlagen zur Unterwassernavigation

 

Auf dieser Seite habe ich mich mit dem Thema der Unterwassernavigation beschäftigt. Aber warum ist das Navigieren für Taucher wichtig? Taucher müssen sich regelmassig in unbekanntem Gelände bewegen. Dabei stoßen sie auf allerhand Schwierigkeiten, wie z.B. nicht vorhandene Karten, eingeschränkte Sicht und der einfachen Tatsache dass man zu navigieren versucht, obwohl man bereits mit einer Aktivität beschäftigt ist, die schon alleine genug Aufmerksamkeit abverlangt.

Für viele – wenn nicht für die meisten Tauchern ist und bleibt die Unterwassernavigation ein Geheimnis. Sie folgen einfach ihrem Tauchlehrer / Divemaster  oder ihrem Buddy und denken, daß die Navigation etwas für Profis und nicht für Sie als einfacher Freizeit-Taucher ist. Das ist aber absolut falsch! Hier nur ein paar Gründe, warum Unterwasser-Navigation so wichtig ist vor allem auch den Spaß am Tauchen fördert:

 

Warum ist Navigation so wichtig:

Bessere Tauchgangsplanung: Wenn Du in der Lage bist zu navigieren, kannst Du abschätzten wieviel Luft und Zeit du benötigst um zu einen Tauchplatz zu gelangen.
Weniger Rätselraten:
Viele Taucher verschwenden ihre Zeit damit den Tauchplatz (z.B. ein Wrack) zu finden und verbringen den Großteil ihre Grundzeit alleine mit der Suche des Platzes. Wenn Du navigieren kannst, kannst Du direkt zum Objekt tauchen, und deine Grundzeit dort verbringen wo es interessant ist. Eine gute Navigation spart somit Luft und Grundzeit!

Verringert das Risiko der Trennung vom Buddy: Wenn man vor dem Tauchgang einen Kurs bespricht, wissen beide Taucher wo es lang geht und beide schwimmen in die selbe Richtung.

Vermeidet langes schwimmen an der Oberfläche: Das Schwimmen an der Wasseroberfläche in kompletter Taucherausrüstung ist schwierig und anstrengend. Die gleiche Strecke unter Wasser kann nicht nur wesentlich schneller erreicht werden, sondern es ist auch weniger anstrengend!

Verhindert Angst oder Unwohlsein unter Wasser: Ein genaues Ziel vor Augen zu haben, anstatt planlos hin und her zu tauchen, reduziert nicht nur deutlich den Stress unter Wasser. Im Falle eine Notfalles, kannst Du mit Hilfe deiner Navigationsfähigkeiten jeder Zeit und schneller zum Strand (oder Boot) zurückkehren, als wenn Du planlos umhertauchst.

Vermeidet unnötiges Auftauchen: Wer nicht navigieren kann, dem bleibt nichts anderes übrig, als in regelmassigen Abständen an die Oberfläche aufzutauchen um sich zu orientieren. In Gewässern bis zu 5m Wassertiefe stellt dies kein all zu großes Problem da (außer daß es enorm lästig ist); was aber, wenn man bei 20 m Wassertiefe ist? Der Aufstieg alleine (ohne saftety-stop) dauert mindestens 2 Minuten!
 
                                                 

 

Die Grundlagen zur Unterwassernavigation:

Um in der Lage zu sein unter Wasser zu navigieren muss man zuerst zwei grundlegende Fähigkeiten beherschen -  die Messung von zurückgelegten Entfernungen unter Wasser und die Bedienung des Kompasses.

 

     Entfernungsbestimmung
     Kompassbedienung

 

      
 

Die Entfernungsbestimmung unter Wasser:

Die Messung von unter Wasser zurückgelegten Strecken ist von enormer Wichtigkeit für eine gute Navigation. Die wichtigsten Methoden zur Entfernungsbestimmung sind..

          a) Zählen der Flossenschläge

          b) Zeitmessung

          c) Druckmessung

Alle drei Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Ich persönlich bevorzuge die Zeit- oder Druckmessung, da ich mich während meines Tauchgangs lieber auf andere Dinge konzentriere anstatt meine Flossenschläge zu zählen. Natürlich muss man bei allen drei Methoden beachten, daß es einige Faktoren, wie beispielsweise Strömungen gibt die die Messung beeinflussen können. Aber auch z.B. die Tauchtiefe und Wassertemperatur beeinflussen die Entfernungsmessung bei der Druckmethode.

 

Die Bedienung des Kompass

Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit den Grundlagen der Kompass-Benutzung. Zuerst eine kurze Vorstellung und Erklärung der Bestandteile eine Kompass:

1. Gehäuse

Das Gehäuse eines Unterwasserkompasses sollte aus stabilen Plastik oder Gummi sein und ein kratzfestes Sichtfenster haben.

2. magnetisierte Scheibe (Kompassrose)

Dies ist das Herzstück des Kompasses. Die Scheibe ist schwimmend im Gehäuse aufgehängt und zeigt immer nach Norden! (Nicht die Scheibe dreht sich, sondern Du drehst dich um die Scheibe). Neben den Himmelsrichtungen trägt sie am Rand die Gradeinteilungen in umgekehrter Reihenfolge.

3. Drehscheibe (Lünette)

Die Lünette trägt Kimme & Korn (4) und kann innerhalb des Gehäuses und natürlich unabhängig von der magnetisierten Scheibe gedreht werden.

4. Kimme & Korn

Nach Einstellung eines bestimmten Kurses, kann dieser mit Hilfe von Kimme und Korn eingehalten werden.

5. Peillinie

Die meist in rot auf das Sichtfenster aufgedruckte Peillinie zeigt einerseits die Tauchrichtung an und dient weiterhin zur Peilung von Objekten.

6. seitliches Sichtfenster

Nach Anpeilung eines Objekts kann durch das Sichtfenser, direkt der einzuschlagende Kurs abgelesen werden.

 

 

  Abbildung 1: Aufsicht auf den Kompass                                                         Abbildung 2: Seitenansicht mit Blick aufs Sichtfenster

 

 

Die Benutzung des Taucherkompasses

Einer der meist verbreitesten Fehler bei der Benutzung eines Kompasses unter Wasser ist, daß obwohl der Kompass in die richtige Richtung zeigt, der Taucher in die falsche Richtung schwimmt. Um dies zu vermeiden, muß der Kompass mittig am Körper ausgerichtet sein und in die selbe Richtung zeigen in die man schwimmt.

Einer Peilung folgen:

Es gibt im Prinzip zwei Methoden einer Peilung zu folgen. Eine direkte und eine indirekte.

Das direkte Ablesen: Beim Blick durch das seitliche Sichtfenster (6) sieht man einen kleinen Teil der Kompassrose. Um einer bestimmten Peilung zu folgen halte den Kompass gerade vor dich und drehe dich dann so lange bis die gewünschte Peilung im Sichtfenster erscheint und mit der Peillinie übereinstimmt. Du guckst nun in die Richtung in die du schwimmen willst! Im Falle der Abbildung würdest zum Beispiel einer Peilung von ~252° folgen.

Das indirekte Ablesen: Das indirekte Ablesen erfordert anfangs ein bißchen mehr Arbeit, ist aber wenn man eine längere Strecke zurücklegt wesentlich angenehmer. Wie die innere Kompassrose trägt auch die äußere Drehscheibe Gradeinteilung. Wenn Du beispielsweise einer Peilung von 60° folgen möchtest drehst du die Drehscheibe so lange, bis die 60°-Markierung mit der 'Set'-Markierung (dem oberen Rand der Peillinie) übereinstimmt. Um nun in diese Richtung zu schwimmen, hälst du den Kompass wieder gerade vor dich und drehst dich so lange, bis die magnetische Nadel (Scheibe) mit Kimme und Korn ausgerichtet ist (Die Nordmarkierung der Kompassrose sollte nun mit der Nordmarkierung bzw 0° der Drehscheibe übereinstimmen). Die Abbildung 3 zeigt einen auf 60° ausgerichteten Kompass. Wenn der Taucher nun in die Pfeilrichtung tauchen würde, dann würde er einer Peilung von 60° folgen.

 

                                                                                             Abbildung 3:indirekte Peilung

 


Sie sind der  gratis Counter by GOWEB  Besucher dieser Website                                                                                                                            letzte Aktualisierung der Homepage  28.07.2005