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Hier geht's direkt zu den Chili-Sorten!

 

Chili-Botanik:

Chilis gehören wie die Paprika zu der Familie der Nachschattengewächse = Solanaceae. Hier folgen ein paar Informationen über die fünf wichtigsten Arten:

Aufzählung Capsicum annum
Aufzählung Capsicum chinese
Aufzählung Capsicum frutescens
Aufzählung Capsicum pubescens
Aufzählung

Capsicum baccatum
 

Der Ursprung aller Chilis liegt in Südamerika im ehemaligen Aztekenreich. Von diesen Vorläufer ausgehend spalteten sich die Arten auf. Während C. annum und C. frutecens in nördlichere Regionen wanderete und dort u.a. von Mexikanern kultiviert wurde, breitete sich die Sorte C. baccatum, C. pubescens und C. chinese in südwestliche Richtung nach Peru aus.

 

Capsicum annum

Die Sorte C. annum ist eindeutig die meist verbreiteste Sorte, zu denen z.B. auch die "normale" Paprika gehört. Nahezu alle Chili-Sorten die in Europa angebaut werden und die man in hiesigen Supermärkten findet sind C. annum Sorten. Auch wenn der Name sagt, das es sich bei dieser Art um einjährige Pflanzen handelt kann man sie bei guter Pflege auch mehrjährig halten.

Die Wuchsform der meisten C. annum-Sorten (Ausnahmen bestätigen die Regel):

 

Größe:

bis zu 150 cm
  Wuchsform: buschig
  Blattform: zugespitzt, 5 - 25 cm lang und 3-15 cm breit
  Blüten: Einzeln aus Stielverzweigung (selten auch zwei oder drei): meistens weiße Blüten mit bläulichen Staubbeuteln
  Frucht: wachsen nach unten
  Sonstiges: Verholzung am Wurzelbereich
  Verbreitung: weltweit, hauptsächlich Europa
  Bekannte Vertreter: Jalapenos

 

Capsicum chinese

Der Name 'chinese' ist verwirrend, denn auch diese Sorte stammt nicht etwa aus China, sondern wie alle Chili-Sorten aus dem ehemaligen Aztekenreich. Der "falsche" Name entstand als der Botaniker Jacqin sein Chili-Pflanze dieser Art charakterisierte, die er von einem chinesischen Händler kaufte. Er nahm fälschlicherweise an, die Sorte stamme aus China. Auch heutzutage gedeihen die meisten C. chinese - Sorten wie z.B. die Habaneros oder die Scotch Bonnet nicht etwa in Asien sondern in der Karibik.

Größe:

bis zu 75 cm
Wuchsform: buschig
Blattform: eiförmig, nicht behaart bis zu 10 cm lang - wirken "zerknittert" aufgrund schnelleren Wachstums der Blattfläche im Vergleich zu den Blattadern
Blüten: 3-5 Blüten an kurzen Blütenstielen mit fünfblättrigen leicht grünlich gelben Kronblätter. Staubbeutel blau-violett
Frucht: sehr vielfältig, nur selten die typische längliche Chiliform
Sonstiges:
Verbreitung: Karibik, Afrika
bekannte Vertreter: Habaneros


 

Capsicum frutescens

Die Pflanzen der Sorte C. frutescens wachsen strauchartig und erreichen eine stolze Höhe von bis zu 2m. In dieser Familie finden sich besonders viele scharfe Vertreter wie z.B. Tabascos aber einige Zier-Chilis.

Größe:

bis zu 2 m
Wuchsform: strauchförmig
Blattform:
Blüten: weiß grünliche Blütenblätter; blau-violette Staubbeutel, z.T. auch gelb
Frucht: aufrechstehend
Sonstiges: viele scharfe Vertreter
Verbreitung:
bekannte Vertreter: Tabasco

 

Capsicum pubescens

Charakteristisch für die Pflanzen der Sorte C. pubescens ist die starke Behaarung an Blättern und Stengeln. Die frostresistenzen Arten werden bis zu 15 Jahre alt.

Größe:

bis zu 2 Meter
Wuchsform: Strauchförmig
Blattform: behaart
Blüten: eine große Blüte pro Knoten, blau violett gefärbt
Frucht: meist runde Früchte mit dunklen Samen
Sonstiges: baumartiges Aussehen
Verbreitung: Südamerika
bekannte Vertreter: Rocoto canario

 

Capsicum baccatum

Komerziell wird diese Sorte kaum angebaut. Der Name 'baccatum' steht für beerenartig.

Größe:

sehr groß, über 2 Meter
Wuchsform: aufrecht
Blattform: bis zu 30 cm lang und 20 cm breit
Blüten: eine Blüte pro Knoten; weiß-grünlich mit z.T. gelben Flecken und gelben Staubbeutel
Frucht:
Sonstiges: späte Blütenbildung
Verbreitung: Südamerika
bekannte Vertreter: Aji

 

 

 

Die wichtigsten Chilis alphabetisch gelistet:

In folgender Liste sind nur ein paar der wichtigsten Chili-Sorten aufgeführt, die auch z.T. schon selber angezogen habe. Natürlich ist diese Liste nicht vollständig!!!

 

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Anaheim
Schärfegrad 2-3. Anaheim Chilis sind auch als "New Mexican" bekannt. Der Name Anaheim stammt von dem Ursprungsort "Anaheim", welcher in Südkalifornien zwischen LA und San Diego zu finden ist. Die Chilis werden etwa 15 cm lang und 4-5 cm breit und eignen sich daher auch gut zum füllen. Die Früchte sind grün und reifen rot ab.

Bhut Jolokai
Schärfegrad 10. Die indische Capsicum chinese-Art ist seit 2000 mit ~ 1 Million Scoville-Einheiten der absolute Rekordhalter in Sachen Schärfe. Die rot abreifenden und etwas schrumpelig aussehenden Früchte werden ~ 8 cm lang und ~ 2 cm breit. Mit absoluter Vorsicht zu genießen!

Bird-eye (Vogelaugen) Chilis
Schärfegrad 10. Die aus Afrika stammenden Birdeye-Chilis werden zwar gerade mal 2 cm lang, haben es dafür aber ganz schön in sich. Mit über 100.000 Scoville-Einheiten gehören sie nämlich mit zu den schärfsten Chilis überhaupt. Die kleinen Höllendinger lassen sich hervorragend trocknen und passen hervorragend zur asiatischen Küche.


Brazlian Starfish
Schärfegrad 5-6 / Capsicum-baccatum. Die rot abreifenden Früchte der Sorte Brazilian Starfish fallen nicht durch ihre Schärfe, sondern wegen ihrer ausgefallene Fruchtform auf die an Seesterne erinnern. Die Sorte eignet sich gut zum überwintern.

Cayenne
Schärfegrad 8 / Capsicum annum. Die Cayenne Chilis werden bis zu 20 cm lang und haben ausgereift eine leuchtend rote Farbe. Aufgrund ihrer dünnen Wand eignen sich die Cayenne-Schoten hervorragend zum trocknen und zermahlen. Als Pulver vermahlen haben diese Chilis so auch große Berühmtheit als Cayenne-Pfeffer erlangt. Geschmacklich ist ein leicht rauchiger Geschmack typisch.

Chil Tepin
Schärfegrad 9 / Capsicum annum. Die Chil Tepin Chilis werden oft auch als die Mutter aller Chilis bezeichnet. Die aufrechtwachsenden kugelförmigen Chilis werden gerade mal 5-10 mm groß und wachsen zu hunderten an den mehrjährigen Sträuchern. Die rot abreifenden Früchte erinnern eigentlich mehr an Beeren als an Chilis, aber spätestens beim Genuß dieser Beeren wird einem wieder schnell bewußt worum es sich hier handelt. Diese Urform wächst auch heute noch wild in Mexiko, sowie in den US-Staaten Arizona, Texas und New Mexiko.

 

Habanero  - Red Savina
Schärfegrad 10. Die zur Art Capsicum chinese gehörenden Habanero Chilis waren mit  bis einer 1/2 Millionen Scoville-Einheiten lange der Rekordhalter in Sachen Schärfe. Erst im Jahr 2000 schaffte es andere C. chinese Art die Habaneros mit Sagenumwogenden 1 Million Scoville-Einheiten vom Thron zu stoßen: Die Bhut Jolokai-Chilis. Die Habaneros werden ~ 5 cm x 2,5 cm groß und reifen orange/rot ab. Trotz ihrer enormen Schärfe haben die Habaneros einen unverwechselbaren fruchtigen Geschmack. Als Salsa z.B. in Kombination mit Mangos passen sie hervorragend zu gegrillten Fleisch.

Jalapeno
Schärfegrad 5-6. Jalapenos sind die wohl bekanntesten und meist verwendeten Chili überhaupt. Sie sind besonders dickwandig und eignen sich daher gut zum füllen aber nicht zum trocknen! Sie werden etwa 5-7 cm lang und haben ein charakteristisch abgerundetes Ende. Die Chilis werden meistens unreif (grün) verwendet, aber auch wenn sie rot abreifen sind sie noch lecker und werden vielfach verwendet. In Scheiben geschnitten werden sie oft mit mexikanischen Tacos serviert, aber auch frittiert und mit Frischkäse gefüllt sind sie einfach köstlich.


 

Peperoni
Schärfegrad 1

Thai Chilis
Schärfegrad 8 / Capsicum frutescens. Die bis zu 4 cm aufrechtwachsenden Thai-Chilis sind aus der asiatischen Küche kaum wegzudenken. Sie werden sowohl grün als auch rot ausgereift verwendet. Die Sträucher haben meist eine recht hohe Ausbeute an Früchten, welche sich ausgezeichnet lufttrocknen lassen.

 




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